Nilkreuzfahrt von Assuan nach Luxor

Kreuzfahrten erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit, denn sie verbinden auf einmalige Weise Kultur mit Natur und haben ein gewisses nostalgisches Flair. Dabei wirst Du in unserem Angebot keine Kreuzfahrten mit schwimmenden Städten finden, denn diese Sparte des standardisierten all-inclusive Urlaubs mit weitgehend "genormten" Reiseabläufen passt nicht in unser Urlaubskonzept. Uns ist vielmehr daran gelegen, Dir zu authentischen Reiseerlebnissen zu verhelfen, sodass Du von dem Reiseziel Deiner Wahl mit einer Fülle an bleibenden Eindrücken und Erfahrungen wieder nach Hause fährst.


So hinterlassen gerade die auf dem Nil verkehrenden großen Kreuzfahrtschiffe häufig einen bitteren Nachgeschmack. Diese schwimmenden Paläste haben zwar ihr Flair, wenn sie auf dem Wasser unterwegs sind und langsam an der herrlichen Uferlandschaft des Nils dahingleiten. Dieses idyllische Bild verliert jedoch schnell an Reiz, wenn dann bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten die halbe Flotte auf engstem Raum nebeneinander ankert und teilweise Scharen von Besuchern von einem Boot zum anderen spazieren, um an Land zu gelangen. Da ist es häufig Glückssache, ob Du auf dem Sonnendeck dann die Landschaft bzw. die Tempel siehst oder die benachbarten Boote. Auch die Besichtigungsprogramme der großen Kreuzfahrtschiffe sind vom Inhalt und Ablauf her weitgehend identisch, sodass es mitunter recht eng wird und die Reiseführer kaum zu verstehen sind.


Bei uns findest Du deshalb Nilkreuzfahrten auf Dahabeyas. Diese traditionellen, zweimastigen Segelboote verfügen nur über fünf bis zehn Kabinen und bieten authentische Reiseerlebnisse, weitab von jeglichem Massentourismus. Die mit modernen Annehmlichkeiten ausgestatteten Schiffe sind in ihrem Reiseablauf flexibel und ankern an den schönsten Stellen entlang des Nilufers, wo man auch in Kontakt mit den einheimischen Dorfbewohnern kommt (die großen Kreuzfahrtschiffe können, aufgrund ihres Tiefgangs, nur an ganz spezifischen Stellen ankern). Die Besichtigungsprogramme in kleinen Gruppen sind maßgeschneidert und vom Ablauf her so konzipiert, dass sich möglichst keine großen Kreuzfahrtschiffe bei den Sehenswürdigkeiten befinden. Erlebe den Nil wie einst Agatha Christie, als sie sich an Bord von Dahabeyas zu ihrem berühmten Roman „Der Tod auf dem Nil“ inspirieren ließ.

Die Jahrhundert Sonnenfinsternis am 02. August 2027 erlebst Du dabei unter optimalen Bedingungen, nahe der Zentrallinie der Totalitätszone, wo die Dauer der Totalen Phase spektakuläre 6 Minuten & 22 Sekunden betragen wird.

Der Nil bei Assuan

1. Tag (27.07.27): Anreise – Einschiffen

Die Anreise nach Assuan erfolgt in der Regel mit Inlandsflügen via Kairo. Ankunft in Assuan und Transfer zur gebuchten Dahabeya. Du wirst in den kommenden Tagen auf diesem traditionellen ägyptischen Segelboot den Nil und die Landschaft erleben wie einst die Pharaonen. Genieße den herrlichen Kontrast von Wüstenlandschaft und Wasser sowie die wundervollen Sonnenaufgänge und Abendstimmungen unter freiem Himmel. Der Tag steht Dir frei zur Verfügung. Entspanne Dich auf dem Deck des Schiffes oder besichtige gegebenenfalls in Assuan das interessante Nubische Museum und den quirligen Basar.

Felachen Dorf entlang der Route

2. Tag (28.07.27): Philae Tempel – Kom Ombo – Jebel el Silsila

Nach dem Frühstück, Landtransfer in die Nähe des alten Staudamms, um auf die kleine Insel Angelikia überzusetzen, wo Du Gelegenheit hast, den Kultort der Göttin Isis mit dem malerischen Tempel von Philae zu besichtigen. Ursprünglich befand sich die Tempelanlage auf der heute überfluteten Nilinsel Philae. Sie wurde jedoch Ende der 70er Jahre verlegt, um sie vor den steigenden Wassern des Nasser-Stausees zu schützen. Der Tempel wurde hauptsächlich der Göttin Isis gewidmet und war ein bedeutendes religiöses Zentrum im alten Ägypten, besonders während der Ptolemäischen und römischen Perioden. Der Tempelkomplex umfasst mehrere kleinere Tempel und Schreine, die beeindruckende Reliefs und Hieroglyphen zeigen, die sich mit den Göttern und der ägyptischen Mythologie befassen. Die Architektur des Philae-Tempels ist berühmt für ihre Schönheit und Komplexität. Ein Höhepunkt ist der große Pylon und der Isis-Tempel, der besonders gut erhalten ist und für seine architektonischen Details sowie die kunstvollen Reliefs bekannt ist. Seit 1979 gehört der Tempelkomplex von Philae zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Tempelanlage von Philae

Anschließend beginnt die Dahabeya ihre Fahrt nach Kom Ombo. Du hast dort Gelegenheit, den in seiner Konstruktion einmaligen Doppeltempel zu besichtigen. Der Tempel wurde während der Ptolemäer-Dynastie erbaut (180 – 47 v. Chr.) und ist besonders bemerkenswert, weil er zwei parallel angelegte Tempelanlagen für zwei verschiedene Götter vereint: Sobek, den Krokodilgott, und Horus der Ältere, den Falkengott. Die Architektur des Kom Ombo-Tempels ist einzigartig, da die beiden Hälften des Tempels symmetrisch und spiegelbildlich angeordnet sind. Er befindet sich direkt am Westufer des Nils und beeindruckt u.a. mit gut erhaltenen Reliefs von Krokodilen und medizinischen Instrumenten. Der Tempel diente einst nicht nur religiösen Zwecken, sondern auch als wichtiges Heiligtum für die lokale Bevölkerung. Zu Ehren des Sobek bestattete man hier auch unzählige Krokodilmumien, deren sehr gut erhaltene Körper in einem kleinen Museum bestaunt werden können. Weiter geht es nach Jebel el Silsila, wo die Dahabeya über Nacht ankert.

Der Doppeltempel von Kom Ombo

3. Tag (29.07.27): Jebel el Silsila – Edfu

Die Sandsteinhügelkette von Jebel el Silsila diente als riesiges Rohmateriallager für viele der pharaonischen Tempel Ägyptens. Hier wurden Tonnen an Stein gebrochen, aber auch zahlreiche kultische Bauten errichtet. So wie etwa der berühmte Speos des Pharao Haremhab oder die faszinierenden Nilkapellen aus dem Neuen Reich, die einst dazu auserkoren waren, von der Nilflut alljährlich geflutet zu werden.

Jebel el Silsila

Nach der Erkundung der Gegend, Weiterfahrt nach Edfu. Wir passieren einen besonders schönen Nilabschnitt und erhalten Einblick in das Leben am Fluss: Auf kleinen Inseln grasen Kühe, auf den Feldern wachsen Mangos, Bananen, Zitrusfrüchte und Zuckerrohr, kleine Dörfer liegen am Ufer, nur die Minarette oder Moscheen ragen über die Palmen hinaus. Die Dahabeya erreicht Edfu. Besichtigung der imposanten Tempelanlage mit einem der am besten erhaltenen Tempel in Ägypten. Er war dem falkenköpfigen Gott Horus geweiht und wurde in den Jahren 237 bis 57 v. Chr. während der Herrschaft der Ptolemäer errichtet. Der Tempel ist 137 Meter lang und 79 Meter breit und ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Ursprünglich umgab eine dicke Ziegelmauer, die heute sogar noch teilweise erhalten ist, die Außenwände des Tempels. Der Pylon am südlichen Eingang des Tempels besteht aus zwei massiven Türmen, die das Hauptportal einrahmen. Im Rahmen des Osiris- und Horus-Kultes wurden zur Zeit der Ptolemäer hier zahlreiche Feste gefeiert. Etwas nördlich von Edfu ankert die Dahabeya über Nacht.

Der Horus Tempel von Edfu

4. Tag (30.07.27): Esna

Nach dem Frühstück setzt die Dahabeya ihre Fahrt flussabwärts fort. In Esna, Besichtigung des dem widderköpfigen Gott Khnum geweihten ptolemäisch - römischen Tempels unweit des Ufers. Der einzig noch erhaltene Tempelteil ist der Pronaos, die Vorhalle des eigentlichen Tempels. Diese Halle besteht aus 24 Säulen, die das noch intakte Dach tragen und steht mitten in der Stadt Esna, ca. 200 Meter westlich des Flussufers und knapp zehn Meter tiefer als das heutige Bodenniveau. Die Säulenkapitelle sind vergoldet und mit exotischen Blumen, Pflanzen und Hieroglyphenkartuschen verziert. Auf den Deckengemälden erkennt man den damals bekannten Kosmos mit Sonne, Mond und Sternen. Die Dahabeya passiert die Schleuse von Esna und ankert schließlich unweit von Luxor für die Nacht.

Der Khnum Tempel von Esna

5. Tag (31.07.27): Luxor – Karnak Tempel – Tal der Könige – Zentrallinie der Sonnenfinsternis

Nach dem Frühstück erreicht die Dahabeya Luxor. Du besichtigst zunächst die Tempelanlage von Karnak am Ostufer des Nils. Der Tempel von Karnak in Luxor ist die größte Tempelanlage Ägyptens und eines der beeindruckendsten Bauwerke der Antike. Über 2.000 Jahre lang erweitert, war er das wichtigste Heiligtum des Gottes Amun. Herzstück ist die Große Säulenhalle mit 134 monumentalen Säulen, die bis zu 23 Meter hoch sind. Die Anlage umfasst mehrere Tempel, Obelisken und Heiligseen. Besonders beeindruckend sind die riesigen Pylone und die fein gemeißelten Reliefs. Der Tempel war ein spirituelles und politisches Zentrum des alten Ägyptens und beeindruckt noch heute durch seine gewaltige Architektur und detailreiche Kunst. Seit 1979 gehört der Tempelkomplex von Karnak zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Karnak Tempel

Im Anschluss daran geht es am Westufer ins Tal der Könige. Das Tal der Könige liegt wenige Kilometer westlich des Nils, gegenüber der Stadt Luxor und war die Begräbnisstätte vieler ägyptischer Pharaonen des Neuen Reiches (ca. 1539–1075 v. Chr.). Es ist berühmt für seine reich verzierten Grabkammern, die tief in die Berge gehauen wurden. Insgesamt wurden hier 64 Gräber gefunden, u.a. Howard Carters Entdeckung des Grabes von Tutanchamun im Jahre 1922. Die Gräber im Tal der Könige sind für ihre eindrucksvollen und sehr gut erhaltenen Wandmalereien bekannt, die Szenen aus dem Leben der Verstorbenen sowie religiöse Darstellungen enthalten. Seit 1979 gehört das Tal der Könige zum UNESCO-Weltkulturerbe. Du wirst im Tal der Könige drei Gräber besichtigen, darunter das prachtvolle Grab Ramses V. & VI sowie das Grab Seti I., das wohl schönste aller Gräber.

Weiterfahrt ca. fünf Kilometer nördlich von Luxor, wo die Dahabeya zur Beobachtung der Sonnenfinsternis am Westufer ankert. Der Spot befindet sich nahe an der Zentrallinie der Totalitätszone, wo die Dauer der Totalen Phase 6 Minuten & 22 Sekunden beträgt, also lediglich eine Sekunde weniger wie am Spot des Maximums der Finsternis in der Wüste, südöstlich von Luxor.

Das Grab Ramses V. & VI. im Tal der Könige

6. Tag (01.08.27): Medinet Habu - Luxor Museum - Mumifizierungsmuseum

Nach dem Frühstück besichtigst Du zunächst die grandiose Tempelanlage von Medinet Habu, die zu Ehren von Ramses III. erbaut wurde. Der Totentempel von Ramses III. in Medinet Habu, nahe Luxor, ist eine der besterhaltenen Tempelanlagen des Neuen Reiches. Er beeindruckt mit gewaltigen Reliefs, die die Siege Ramses III über die „Seevölker“ darstellen. Der Tempel folgt dem klassischen Schema ägyptischer Totentempel mit monumentalem Pylonen, weitläufigem Hof und reich verzierten Säulenhallen. Besonders bemerkenswert sind die gut erhaltenen Farben der Reliefs und die detaillierten Darstellungen von Ritualen und Schlachten. Der umliegende Palastkomplex zeigt zudem königliche Wohnbereiche. So kann unter anderem das Badezimmer des Pharaos besichtigt werden. Medinet Habu war nicht nur ein Kultzentrum, sondern auch eine befestigte Anlage, die als Verwaltungszentrum diente. Ein faszinierendes Zeugnis altägyptischer Baukunst.

Der Tempel von Medinet Habu

Anschließend fährst Du mit einem kleinen Boot zum Ostufer nach Luxor-Stadt und besichtigst das Luxor Museum. Es beherbergt zahlreiche hochwertige Exponate, die bei den Ausgrabungen rund um Luxor gefunden wurden. Schließlich besichtigst Du das Mumienmuseum. Es gewährt einen interessanten Einblick in die Technik der Mumifizierung und beherbergt zahlreiche Tier-Mumien sowie die Mumie des Hohenpriesters Masaharta. Die Besichtigung der beiden Museen findet ohne Reiseführer statt.

Amenophis III neben dem Krokodilgott Sobek ausgestellt im Luxor Museum

7. Tag (02.08.27): Sonnenfinsternis

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der längsten totalen Sonnenfinsternis bis zum Jahre 2114. Die Dauer der Totalen Phase beträgt am Ankerplatz der Dahabeya, der ca. 5 Kilometer nördlich von Luxor liegt, außergewöhnliche 6 Minuten & 22 Sekunden und beginnt kurz nach 13:00 Uhr lokaler Zeit mit der Sonne, die nahezu senkrecht steht (81 Grad). Ca. 2 Stunden & 45 Minuten dauert das Ereignis ab dem Beginn der partiellen Sonnenfinsternis.

Erlebe dieses astronomische Jahrhundert Phänomen auf dem Deck der Dahabeya oder am Westufer des Nils, in einem exklusiv für unsere Gäste gepachteten Garten, der sich in unmittelbarer Nähe des Ankerplatzes befindet.

Schutz der Augen: Die Beobachtung einer Sonnenfinsternis ohne Schutzfilter (Sonnenfinsternisbrille) kann zu ernsthaften und bleibenden Schäden der Augen führen, bis hin zu einer Erblindung. HIER findest Du sachverständige Tipps zum Schutz Deiner Augen.

Der Felsentempel der Hatschepsut

8. Tag (03.08.27): Rückreise

Transfer zum Flughafen von Luxor oder zu einem Hotel in Luxor. Alternativ besteht auch die Möglichkeit einer Verlängerung Deiner Reise am Roten Meer oder in Kairo.

Leistungen & Preise

Im Preis enthaltene Leistungen: Transfer vom Flughafen oder einem Hotel in Assuan zum Schiff & vom Schiff zum Flughafen oder einem Hotel in Luxor, 7 Nächte an Bord in einer Doppelkabine, Verpflegung: Vollpension, Nachmittagstee, Non-Limit Wasser, Tee, Kaffee, alkoholfreie Getränke (außer frischen Säften), Besichtigungen und Ausflüge nach Programm, alle Eintrittsgelder, englisch- oder deutschsprachige Reiseführung*, Trinkflasche, Eclipse T-Shirt oder Eclipse Kappe, Sonnenfinsternisbrille, individuelle Betreuung durch Beluga Mitarbeiter vor Ort, Insolvenzabsicherung.

*In der Regel wird ein englischsprachiger Reiseführer die Gäste betreuen. Sollte ein Schiff ausschließlich mit deutschsprachigen Gästen belegt sein, kann auch ein deutschsprachiger Reiseführer zum Einsatz kommen.

Preis pro Person: ab € 2.349,- bis 4.349,- je nach Dahabeya (Du findest die Preise auf den Seiten der Schiffe).

Vor Ort, zuzüglich Trinkgelder.

Einzelbelegung und Suite auf Anfrage.

Auf Wunsch ist eine Verlängerung Deiner Reise am Roten Meer möglich.

Gerne bieten wir Dir auch einen Flug nach Ägypten & retour an (die Flugpläne werden voraussichtlich im September 2026 veröffentlicht).

Fischer auf dem Nil

Unterkünfte während dieser Nilkreuzfahrt

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